Blumberger Mühle Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Schorfheide-Chorin / Uckermark

Schorfheide-Chorin / Uckermark

Mittendrin im Biosphärenreservat

Lassen Sie sich verführen und entdecken Sie diesen eigenwilligen Landstrich mit seinen Seen, Wäldern und Wiesen.

Tauchen Sie ein in eine fast unbekannte Ruhe und genießen Sie die Stille an einem der unzähligen Seeufer, lauschen Sie dem klaren Gesang des Waldes und versinken Sie im frischen Duft der Wiesen.

Die Uckermark ist der größte Landkreis Deutschlands. Flächenmäßig zwar größer als das Saarland, hat er doch nur 135.000 Einwohner.


Landschaftsschutz

Wiese

Wiesenlandschaft

Landschaftsschutzgebiete nehmen über die Hälfte der uckermärkischen Fläche ein. Die Dörfer und kleinen Städte haben von ihrem ursprünglichen Charakter kaum etwas eingebüßt. Angermünde erhält und renoviert liebevoll seinen historischen Kern. Es herrscht striktes Abrißverbot. Selbst Lebensmittelläden und Banken müssen ihre Fassaden dem allgemeinen Stadtbild anpassen. Noch haben drei Storchenpaare ihren Horst in der Stadt.

Direkt am Unteruckersee liegt die Kreisstadt Prenzlau. Ihr Wahrzeichen ist schon von weitem zu erkennen. Die doppeltürmige Kirche Sankt Marien gehört zu den schönsten Bauwerken norddeutscher Backsteingotik.

Eine vollständig erhaltene Stadtmauer umschließt die im waldreichen Seengebiet angesiedelte Stadt Templin. Den Durchlaß ermöglichen drei gotische Backsteintore.

Nach Lychen ist es von hier nicht mehr weit. Die sechs Seen des Lychener Seenkreuzes umschließen die Altstadt beinahe vollständig. Diese Lage sollte im Mittelalter vor Überfällen schützen.

Schwedt, die einzige Industriestadt der Uckermark, liegt direkt am Nationalpark Unteres Odertal.


Naturschutz

Biosphaere

Der größte Schatz der Uckermark ist seine Natur. Drei Großschutzgebiete zeichnen diesen Landstrich aus: der Nationalpark Unteres Odertal, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und der Naturpark Norduckermärkische Seenlandschaft. Sie sollen mit unterschiedlichen Schwerpunkten die Natur erhalten und entwickeln.

Der Nationalpark Unteres Odertal ist der jüngste der zwölf Nationalparke in Deutschland. Er schützt die einmalige Auenlandschaft der Oder und schließt wertvolle Waldgebiete und die blütenreichen Trockenrasen der Oderhänge mit ein. Er ist von Anfang an als Bestandteil eines deutsch-polnischen Naturschutzprojektes angelegt worden, das auf einer Länge von über 60 km das untere Odertal umfaßt. Im Verlauf der nächsten 15 Jahre sollen 50 Prozent des Nationalparks als Totalreservat sich selbst überlassen werden.

Der Naturpark Norduckermärkische Seenlandschaft wird von den Städten Prenzlau, Fürstenberg, Templin und Zehdenick eingerahmt. Das 810 Quadratkilometer große Gebiet erhält seine Fortsetzung im angrenzenden Naturpark Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Charakterisiert wird der Naturpark durch seine in allen Ausprägungen vorhandenen Seen, seine weiten naturnahen Wälder und zahllosen Moore. In der reich strukturierten Kulturlandschaft finden viele gefährdete Arten ihr Zuhause. Im Vordergrund steht hier die Entwicklung naturnaher Wirtschaftsweisen und eines "sanften" Tourismus. Die Uckermark ist stark von der Land- und Forstwirtschaft geprägt.


Perspektiven

Mit dem Zusammenbruch der DDR und der Auflösung der alten Strukturen sind die Zukunftsperspektiven der Reglon heute eher düster. Die Abwanderung junger Leute ist sehr groß, die Dörfer vergreisen, die Arbeitslosigkeit liegt im Jahresverlauf weit über 20 Prozent.

Diese Situation bedeutet, daß neue Perspektiven aufgezeigt, neue Wege in der Regionalentwicklung gegangen werden müssen. Mit der Einrichtung der drei Großschutzgebiete wurde dafür eine wichtige Grundlage für neue Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen. Die Uckermark hat damit die Chance, sich als Modellregion für die Entwicklung umweltverträglicher Wirtschaftsformen zu etablieren.

Das NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle ist ein Baustein in diesem Gesamtkonzept und wird viele positive Entwicklungen mit in Gang setzen.

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